A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

A

Außengerät

Das Außengerät ist die äußere Einheit eines Split-Klimagerätes. Es enthält auch den Kompressor.

Arbeitszahl

Die Arbeitszahl (Leistungszahl) beschreibt das Verhältnis von abgegebener thermischer Nutzleistung (kW) zu aufgenommener elektrischer Antriebsleistung (kW) in einem fest definierten Betriebspunkt Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (z.B. aus Erdreich, Außenluft, usw.) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung ist, kann die Leistungszahl einer Wärmepumpe Werte deutlich größer als 1 annehmen. Bei Luft-Luft-Wärmepumpen wird die Arbeitszahl im Kühlbetrieb als „EER-Wert“ und im Heizbetrieb als „COP-Wert“ angegeben. Geräte der Energieeffizienzklasse A++ haben z.B. einen einen SCOP von mindestens 4,6; das bedeutet, dass aus 1 kW elektrischer Leistung mindestens 4,6 kW Heizleistung erzeugt wird. Im Teillastbereich liegen die Werte noch deutlich höher, da die Leistungsaufnahme im Verhältnis zur abgegebenen Leistung noch niedriger ist.

C

COP-Wert

Der COP-Wert (Coefficient Of Performance) beschreibt die Leistungszahl eines Wärmepumpensystems im Heizbetrieb in einem definierten Betriebspunkt. Er beschreibt das Verhältnis der abgegebenen Heizleistung (kW) zur aufgenommener Antriebsleistung (kW). Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (z.B. aus Erdreich, Außenluft, usw.) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung sind, ist der COP-Wert einer Wärmepumpe in der Regel deutlich größer als 1. Bei Luft-Luft-Wärmepumpen ist dieser COP-Wert gemäß ISO T1 / JIS B8616 bei einer Raumtemperatur von ca. 20°C / 45% r.F. und einer Außentemperatur von ca. 7°C / 90% r.F. definiert. Der COP-Wert wird im Rahmen der ab Januar 2013 geltenden Ecodesign-Richtlinie durch den saisonalen Wert SCOP abgelöst.

D

Deckengerät

Deckengeräte sind eine mögliche Bauform von Innengeräten in der Komfortklimatisierung. Sie werden sichtbar unter der Decke montiert.

E

Ecodesign-Richtlinie

Die Ecodesign-Richtlinie (ErP = Energy related Procucts) der Europäischen Union regelt für alle ab 1.1.2013 in der EU in Verkehr gebrachten Luft-Luft-Wärmepumpen bis 12 kW (Kühlen oder Heizen) neue energetische Mindestwerte bezüglich der Energieeffizienz.

EER-Wert

Der EER-Wert (Energy Efficiency Ratio) beschreibt die Leistungszahl eines Wärmepumpensystems im Kühlbetrieb in einem definierten Betriebspunkt. Er beschreibt das Verhältnis der abgegebenen Kühlleistung (kW) zur aufgenommener Antriebsleistung (kW). Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (z.B. aus Erdreich, Außenluft, usw.) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung sind, ist der EER-Wert einer Wärmepumpe in der Regel deutlich größer als 1. Bei Luft-Luft-Wärmepumpen ist dieser EER-Wert gemäß ISO T1 / JIS B8616 bei einer Raumtemperatur von ca. 27°C / 45% r.F. und einer Außentemperatur von ca. 35°C / 45% r.F. definiert. Der EER-Wert wird im Rahmen der ab Januar 2013 geltenden Ecodesign-Richtlinie durch den saisonalen Wert SEER abgelöst.

Emissionsfaktor CO2, direkt

Der direkte CO2-Emissionsfaktor muss für jedes Heizsystem ermittelt werden und gibt die Menge an CO2 an, die direkt vom Heizsystem erzeugt wird, z.B. Verbrennen von Öl oder Gas. Strom hat einen direkten CO2 Emissionsfaktor von 0 kg/kWh.
Beispiel der direkten Gesamt-Emissionsfaktoren:

Heizöl ca. 2,67 kg CO2 / l
Erdgas ca. 2,01 kg CO2 / m³
Standardstrom-Mix Deutschland 0 kg CO2 / kWh Strom
Ökostrom Deutschland 0 kg CO2 / kWh Strom

Emissionsfaktor CO2, indirekt

Der indirekte CO2-Emissionsfaktor muss für jedes Heizsystem ermittelt werden und gibt die Menge an CO2 an, die indirekt vom Heizsystem erzeugt, z.B. bei der Erzeugung vom Strom im Kraftwerk oder bei der Förderung von Erdgas oder bei der Herstellung von Heizöl in der Raffinerie. Auch Bio-Strom hat einen indirekten Emissionsfaktor, da CO2 bei der Herstellung der Windräder oder der Photovoltaik-Anlagen entsteht. Bei Holzpellets-Anlagen wird die CO2-Menge ermittelt, die bei der Verarbeitung der gefällten Bäume zu Holzpellets benötigt wird /Transport, Trocknung, usw.) Auch die Verlustleistung durch Wärmetransport innerhalb eines Gebäudes wird in den indirekten CO2-Emissionsfaktor eingerechnet.
Beispiel der indirekten Gesamt-Emissionsfaktoren:

Heizöl ca. 0,439 kg CO2 / l Heizöl
Erdgas ca. 0,420 kg CO2 / m³ Erdgas
Standardstrom-Mix Deutschland ca. 0,616 kg CO2 / kWh Strom
Ökostrom Deutschland ca. 0,040 kg CO2 / kWh Strom
Holzpellets ca. 0,122 kg CO2 / kg Pellets

Emissionsfaktor, gesamt

Der Gesamt-Emissionsfaktor wird für jedes Heizsystem ermittelt, in dem der direkte Emissionsfaktor und der indirekte Emissionsfaktor addiert werden und mit dem Heizwert des entsprechenden Energieträgers multipliziert werden. Auf diese Weise kann die CO2-Menge ermittelt werden, die je nach Heizsystem in die Umwelt freigesetzt wird.
Beispiel der Gesamt-Emissionsfaktoren pro kWh erzeugter Heiz-Energie:

Öl-Heizung ca. 0,33 kg CO2 / kWh Heizleistung
Gas-Heizung ca. 0,26 kg CO2 / kWh Heizleistung
Wärmepumpe mit Standardstrom-Mix Deutschland ca. 0,18 kg CO2 / kWh Heizleistung
Wärmepumpe mit Ökostrom Deutschland ca. 0,01 kg CO2 / kWh Heizleistung
Holzpellets ca. 0,03 kg CO2 / kWh Heizleistung

Energieeffizienzklasse

Energieeffizienzklassen kennen viele Verbraucher bereits von Waschmaschinen und anderen Haushaltsgeräten. Die Energieeffizienzklasse gibt an, mit welchem Wirkungsgrad Ihr Klimagerät Strom in Kälteleistung umwandelt. Je weniger Strom für die Erzeugung einer bestimmten Kühlung gebraucht wird, desto ökonomischer und ökologischer geht das Klimagerät mit Energie um. Unterschieden werden die Klassen A bis G. Im Rahmen der Ecodesign-Richtlinie wird die Skala um A+ (ab 1.1.2015), A++ (ab 1.1.2017) und A+++ (ab 1.1.2019) nach oben erweitert. Die Hersteller haben die Möglichkeit, die höheren Effizienzklassen freiwillig bereits vorab zu nutzen, so dass es im Handel bis 2019 zum Einsatz unterschiedlicher Energielabel auf den Geräten kommen kann. Klasse A oder höher bedeutet, dass das Klimagerät besonders energiesparend arbeitet.

F

Fernbedienung

Hochwertige Klimasysteme können per Fernbedienung geregelt werden - sowohl individuell pro Innengerät als auch zentral. Je nach Gerätetyp steuern Fernbedienungen Raumtemperatur, Betriebsart (kühlen, heizen, lüften, entfeuchten, Automatik), Ventilatorstufe und Luftrichtung. Häufig sind Zeitschaltuhren für die Programmierung der Leistungsabgabe integriert. Es gibt Einzelraum-Fernbedienungen mit Kabel- oder Infrarot-Schnittstelle sowie Zentral-Fernbedienungen, die über Konsolen, Touchscreen, PC-Software oder Internet mehrere Geräte bedienen.

G

GLT – Gebäudeleittechnik

Gebäudeleittechnik (Abkürzung GLT) gehört zur Managementebene der Gebäudeautomation und dient der Steuerung und Überwachung von Haustechnik. Die Steuersoftware moderner Klimasysteme verfügt über offene Schnittstellen zu Kommunikationsstandards der Gebäudeleittechnik wie z. B. OLE for Process Control (OPC) oder Building Automation and Control Networks (BACnet) oder Local Operating Networks (LON).

H

Hilfsenergien

Hilfsenergien beschreiben die „versteckten“ Verbräuche von Peripherie-Geräten, z.B. von Pumpen die zum Betrieb des Systems zwar zwingend notwendig sind, deren Verbräuche aber nicht in die direkten Betriebskosten des Heizsystems eingerechnet wurden.

I

Innengerät

Das Innengerät ist die Innenraum-Einheit eines Split-Klimagerätes. Es ist im zu klimatisierenden Raum installiert und mit dem Außengerät über eine Kältemittelleitung verbunden. Innengeräte sind in einer Vielzahl von Bauformen für Stand-, Wand-, Decken- und Kanal-Einbau erhältlich.

Inverter-Technologie

Einfache Klimageräte werden ausschließlich per Thermostat geregelt. Wird die gewählte Temperatur erreicht, schaltet sich das Gerät aus. Wird sie überschritten, schaltet es sich wieder an. In Geräten mit Inverter-Technologie wird die Drehzahl des Kompressors stufenlos geregelt, d.h. das Gerät fährt langsam herunter und nimmt auch langsam wieder Fahrt auf. Die Raumtemperatur kann so noch gleichmäßiger gehalten werden, außerdem verbrauchen Geräte mit Inverter-Technologie weniger Energie.

J

Jahresarbeitszahl

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt das Verhältnis der real abgegebener thermischer Nutzenergie pro Jahr (kWh/a) zur aufgenommener elektrischer Antriebsleistung pro Jahr (kWh/a). Sie ist eine integrale Kenngröße und gibt die reale Effizienz einer Wärmepumpe inklusive aller Zusatzverbraucher an. Da die Jahresarbeitszahl von Gebäude-Parametern (Isolierung, Fensterflächen, Raumtemperaturen, Lüftungsgewohnheiten) aber auch vom Aufstellort (Klimazone, Positionierung des Außengerätes, usw.) abhängig ist, ist ihre theoretische Berechnung nur näherungsweise möglich. Bei Luft-Luft-Wärmepumpen wird die Jahresarbeitszahl im Kühlbetrieb als „SEER-Wert“ und im Heizbetrieb als „SCOP-Wert“ angegeben.

Jahresnutzungsgrad

Der Jahresnutzungsgrad gibt den Nutzungsgrad eines Verbrennungs-Heizkessels (Gas-,Öl-, Pellets-Heizung, usw.) an. Er gibt das Verhältnis der insgesamt real erzeugten Gesamtheizleistung eines Verbrennungs-Heizkessels (Gas-,Öl-, Pellets-Heizung, usw.) bezogen auf die Verluste (Abgas, Verteilungsverluste, Stillstandszeiten, usw.) an. Richtwerte: Ältere Verbrennungs-Systeme haben Jahresnutzungsgrade zwischen ca. 30% - ca. 70 %. Moderne Niedertemperatur-Brennwert-Heizkessel liegen im praktischen Betrieb zwischen ca. 90 % und ca.95 %. Warum geben einige Hersteller einen Jahresnutzungsgrad von über 100% an? Ein Wirkungsgrad >100% ist physikalisch natürlich nicht möglich, die Ursache liegt in der unvollständigen Angabe der Gleichung der Energiebilanz. Im Allgemeinen wird unter „real erzeugten Heizenergie“ der Heizwert des Brennstoffes angesetzt. Dieser Heizwert berechnet sich jedoch aus der insgesamt freiwerdenden Wärme abzüglich der Verdampfungswärme für das bei der Verbrennung entstehende Wasser. Der Heizwert beinhaltet also nur einen Teil der gesamten Brennstoffenergie. Im Unterschied zum „konventionellen“ Heizkessel wird bei modernen Brennwertkessel das Abgas soweit abgekühlt, dass das bei der Verbrennung verdampfte Wasser kondensiert. Die dabei freiwerdende Kondensationswärme wird zur Nutzenergie hinzugerechnet, obwohl sie in der Eingangs Heizwert-Energie Berechnung einbezogen wurde. Wenn man diese Werte nun ins Verhältnis setzt, kann ein theoretischer Jahresnutzungsgrad > 100% herauskommen.

K

Kälteleistung

Die Kälteleistung gibt an, wie stark Ihr Klimagerät den Raum herunterkühlen kann. Anders gesagt: Sie gibt an, wie viel Wärme das Gerät maximal aufnehmen und nach draußen "abtransportieren" kann. Die Kälteleistung wird in Kilowatt (kW) gemessen.

Kältemittel

Das Kältemittel ist fester Bestandteil jedes Klimasystems. Als Wärmeträger transportiert es die Raumwärme vom Innengerät zum Außengerät. Moderne Klimaanlagen enthalten FCKW-freie Kältemittel. Das Kältemittel zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf und kann daher nicht entweichen. Beim Einbau befüllt ein qualifizierter Kälteanlagenbauer Ihr Klimagerät fachgerecht mit Kältemittel und prüft die Dichtigkeit der Anlage. Sollte das Gerät einmal ausgebaut werden müssen, saugt der Kälteanlagenbauer das Kältemittel für die fachgerechte Entsorgung in Recyclingflaschen ab.

Kältemittelleitung

Die Kältemittelleitung ist mit einem Heizungsrohr vergleichbar. Sie verbindet das Außengerät mit einem oder mehreren Innengeräten. Durchmesser und Länge der Kältemittelleitung hängen vom Klimasystem und vom verwendeten Kältemittel ab. Moderne Kältemittel erlauben aufgrund ihrer hohen Wärmeaufnahme besonders lange und schlanke Leitungssysteme. Neben der eigentlichen Kältemittelleitung gibt es separate Leitungen für die elektrische Steuerung und die Abführung von Tauwasser.

Kanalgerät

Kanalgeräte sind eine mögliche Bauform von Innengeräten. Sie verbergen sich diskret in Belüftungskanälen oder in Zwischendecken.

Kassettengerät

Kassettengeräte sind eine mögliche Bauform von Innengeräten. Sie haben die Form einer Deckenverkleidungsplatte und können in Kassettendecken integriert werden.

Kompressor (Verdichter)

Als ein zentrales Bauteil des Außengeräts erzeugt der Kompressor (Verdichter) die Kälteleistung. Mit Inverter-Regelung läuft der Kompressor besonders sparsam, bei guter Kapselung besonders geräuscharm.

Kondensator

Der Kondensator ist ein Wärmetauscher, über den das Kältemittel je nach Betriebsart die Wärme an die Luft abgibt. Im Heizmodus bezeichnet man den Wärmetauscher im Innengerät als Kondensator und im Kühlmodus den Wärmetauscher im Außengerät.

Kühllast, Wärmelast

Die Kühllast (auch: Wärmelast) ist die Wärmemenge, die aus einem Raum abgeführt werden muss, um den Raumluftzustand in einen vordefinierten Bereich zu bringen bzw. ihn in diesem zu erhalten.

L

Leistungszahl

siehe Arbeitszahl

M

Mono-Split

Mono-Split ist eine Bauform der Split-Klimageräte. "Mono-Split" bedeutet, dass jeweils ein Innen- mit einem Außengerät zusammenarbeitet.

Monovalent

Beim sogenannten monovalenten Heizen deckt ein Wärmeerzeuger die komplette Heizlast eines Gebäudes ab (z.B. eine Wärmepumpe). Im Gegensatz dazu, wird beim bivalenten Heizen ein zusätzliches Heizsystem eingesetzt (z.B. eine Gasheizung).

Multi-Split

Multi-Split ist eine Bauform der Split-Klimageräte. Bei Multi-Split-Geräten werden mehrere Innengeräte an ein Außengerät angeschlossen.

S

Schalldruckpegel

Der Schalldruckpegel wird in Dezibel, abgekürzt dB(A), angegeben und ist das Maß für das Laufgeräusch. Je niedriger der Wert ist, desto leiser läuft Ihre Luft-Luft-Wärmepumpe. Bei den besonders geräuscharmen Geräten beträgt der Schalldruckpegel nur ca. 21 dB(A).

SCOP

SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) ist ein neues Bewertungskriterium des Heizbetriebs für die Einordnung in Energieeffizienzklassen. Der SCOP-Wert ist eine integrale Kenngröße und gibt die reale Effizienz einer Wärmepumpe im Heizbetrieb inklusive aller Zusatzverbraucher an. Er bezeichnet das Verhältnis von abgegebener Nutzleistung (kW) zu aufgenommener Antriebsleistung (kW). Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (zum Beispiel aus der Außenluft) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung ist, kann die Leistungszahl einer Wärmepumpe Werte deutlich größer als 1 annehmen. Zur Berechnung der saisonalen Werte wurden mehrere Messpunkte festgelegt. Messpunkte bei Heizbetrieb +12 °C, +7 °C, +2 °C und – 7 °C. Für den Heizbetrieb wird zukünftig in der EU sogar zwischen drei definierten Klimazonen unterschieden. Berücksichtigt wird somit auch der jahreszeitlich variierende Bedarf an Heizleistung sowie das Teillastverhalten, welches durch moderne Inverter-Technologie besonders energieeffizient umgesetzt werden kann. Da der SCOP-Wert von Gebäude-Parametern (Isolierung, Fensterflächen, Raumtemperaturen, Lüftungsgewohnheiten) aber auch vom Aufstellort (Klimazone, Positionierung des Außengerätes, abhängig ist, ist seine theoretische Berechnung nur näherungsweise möglich. usw.) abhängig ist, ist seine theoretische Berechnung nur näherungsweise möglich. Im Allgemeinen kann er daher nur Rückwirkend berechnet werden (Reale erzeugte Heizenergie / Jahr bezogen auf elektronischen Energieverbrauch der Wärmepumpe im Heizbetrieb / Jahr).

SEER

SEER (Seasonal Energy Efficiency Ratio) ist ein neues Bewertungskriterium des Kühlbetriebs für die Einordnung in Energieeffizienzklassen. Der SEER-Wert ist eine integrale Kenngröße und gibt die reale Effizienz einer Wärmepumpe im Kühlbetrieb inklusive aller Zusatzverbraucher an. Er bezeichnet das Verhältnis von abgegebener Nutzleistung (kW) zu aufgenommener Antriebsleistung (kW). Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (zum Beispiel aus der Außenluft) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung ist, kann die Leistungszahl einer Wärmepumpe Werte deutlich größer als 1 annehmen. Zur Berechnung dieser saisonalen Werte wurden mehrere Messpunkte festgelegt. Messpunkte bei Kühlbetrieb +20 °C, +25 °C, +30 °C und +35 °C. Berücksichtigt wird somit auch der jahreszeitlich variierende Bedarf an Kühlleistung sowie das Teillastverhalten, welches durch moderne Inverter-Technologie besonders energieeffizient umgesetzt werden kann. Da der SEER-Wert von Gebäude-Parametern (Isolierung, Fensterflächen, Raumtemperaturen, Lüftungsgewohnheiten) aber auch vom Aufstellort (Klimazone, Positionierung des Außengerätes, usw.) abhängig ist, ist seine theoretische Berechnung nur näherungsweise möglich. Im Allgemeinen kann er daher nur Rückwirkend berechnet werden (Reale erzeugte Kühlenergie / Jahr bezogen auf elektronischen Energieverbrauch der Wärmepumpe im Kühlbetreib / Jahr).

Sensible Kälteleistung

Die von Klimageräten erzeugte Kälteleistung besteht aus einem latenten und einem sensiblen Anteil. Der sensible Anteil der Kühlleistung senkt die Temperatur ab, während der latente Anteil die Luft entfeuchtet. Komfortklimageräte setzen bis zu 50% ihrer Energie für die Entfeuchtung ein, während Präzisionsklimageräte mehr als 95% der eingesetzten Energie ausschließlich in Kühlleistung umwandeln. Die hierfür nötige Technik macht sich durch niedrigere Betriebskosten schnell bezahlt.

Split-Klimageräte

Bei Split-Klimageräten arbeiten mindestens ein Außen- und ein Innengerät zusammen (Mono-Split). Es gibt auch Außengeräte, an die mehrere Innengeräte angeschlossen werden können (Multi-Split). Das Kältemittel, das die Wärme transportiert, zirkuliert in einem geschlossenen Leitungskreislauf zwischen Innen- und Außengerät. Je nach Heiz- oder Kühlmodus entzieht der Wärmetauscher des Innengerätes der Raumluft die Wärme (Kühlen) bzw. bringt sie in die Raum herein (Heizen).

Standgeräte

Standgeräte sind eine mögliche Bauform von Innengeräten, die wie ein Heizkörper installiert werden. Standgeräte gibt es in den Bauformen Truhe (horizontal) und Tower (vertikal).

V

Verdampfer

Der Verdampfer ist ein Wärmetauscher, über den das Kältemittel je nach Betriebsart die Wärme aus der Luft aufnimmt. Im Heizmodus bezeichnet man den Wärmetauscher im Außengerät als Verdampfer und im Kühlmodus den Wärmetauscher im Innengerät.

VRF – Variable Refrigerant Flow

Eine Technik, bei der der Kältemittelstrom über die intelligente Steuerung des Kompressors kontinuierlich in Abhängigkeit zur angeforderten Leistung geregelt wird.

W

Wandgeräte

Wandgeräte sind eine mögliche Bauform von Innengeräten. Sie werden hängend an freien Wandflächen angebracht.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ist ein Klimasystem, das sowohl kühlen als auch heizen kann. Eine Wärmepumpe dreht das Prinzip der Kälteerzeugung um: Im Sommer entzieht das Kältemittel dem Außenbereich Wärme und leitet sie in den Innenraum, im Winter arbeitet die Wärmepumpe in umgekehrter Richtung. Zum einen eignen sich Wärmepumpen zur zugfreien Raumkühlung im Sommer, zum anderen können sie im Winter auch bei tiefen Außentemperaturen heizen. Wärmepumpen bilden eine vollwertige Alternative zu konventionellen Öl- oder Gasheizungen, die obendrein energieeffizienter und kostengünstiger ist.

Wärmetauscher

In jedem Split-System sind zwei Wärmetauscher eingebaut: einer im Innen- und einer im Außengerät. Je nach Betriebsmodus bezeichnet man den einen als Kondensator, den anderen als Verdampfer.

Wirkungsgrad

Physikalisch gibt ein Wirkungsgrad die Effizienz eines Systems an, in dem die nutzbare Energie zur eingesetzten Energie ins Verhältnis gesetzt wird. Der Wirkungsgrad eines Systems liegt daher zwischen 0 und 1 (bzw. 0 und 100%) - die Differenz wird als Verlustleistung bezeichnet. Bei Wärmepumpen wird umgangssprachlich auch der Begriff "Wirkungsgrad" zur Beschreibung der System-Effizienz verwendet – es ist aber die Arbeitszahl (bzw. Leistungszahl) einer Wärmepumpe gemeint, wodurch Wirkungsgrade von bis zu 600% angegeben werden.